All­ge­mei­ne Ge­schäfts­be­din­gun­gen

 

  • 1 Gel­tungs­be­reich
  1. Die Ein­heits­be­din­gun­gen gel­ten aus­schließ­lich zwi­schen Kauf­leu­ten.
  2. Für al­le Lie­fe­run­gen und Leis­tun­gen des Ver­käu­fers gel­ten aus­schließ­lich die nach­ste­hen­den Ein­heits­be­din­gun­gen der deut­schen Tex­til­wirt­schaft. All­ge­mei­ne Ge­schäfts­be­din­gun­gen des Käu­fers er­kennt der Ver­käu­fer nicht an, es sei denn, der Ver­käu­fer hät­te ih­rer Gel­tung aus­drück­lich schrift­lich zu­ge­stimmt. Dies gilt auch dann, wenn der Ver­käu­fer die Leis­tun­gen in Kennt­nis ent­ge­gen­ste­hen­der oder von den vor­lie­gen­den Ein­heits­be­din­gun­gen ab­wei­chen­der Ge­schäfts­be­din­gun­gen vor­be­halt­los aus­führt.

 

  • 2 Er­fül­lungs­ort, Lie­fe­rung und Ab­nah­me
  1. Er­fül­lungs­ort für al­le Leis­tun­gen aus dem Lie­fe­rungs­ver­trag ist der Ort der Han­dels­nie­der­las­sung des Ver­käu­fers.
  2. Lie­fe­run­gen er­fol­gen ver­pa­ckungs­frei und fracht­frei bei ge­schlos­se­nen Sen­dun­gen ab Auf­trags­wert 300,–€.

Der Ver­sand er­folgt auf bil­ligs­tem Weg, soll­te ei­ne an­de­re Ver­sand­art vor­ge­schrie­ben wer­den, ge­hen die Mehr­kos­ten zu Las­ten des Käu­fers (Schnell­pa­ket­zu­schlä­ge, Ex­press­kos­ten usw.). Wir wäh­len die wirt­schaft­lichs­te Ver­pa­ckungs­art, soll­te ei­ne an­de­re Ver­pa­ckungs­art vor­ge­schrie­ben wer­den, ge­hen die Mehr­kos­ten zu Las­ten des Käu­fers. Bei Um­ar­bei­tun­gen und Lohn­an­fer­ti­gun­gen er­folgt der Ver­sand im­mer un­frei, für Ver­pa­ckung be­rech­nen wir 5,95 € pro Kar­ton. Die Lie­fe­run­gen er­fol­gen im­mer auf Ge­fahr des Emp­fän­gers. Bei Er­halt der Sen­dung ist die Wa­re so­fort zu prü­fen. Äu­ßer­lich sicht­ba­re Män­gel sind beim An­lie­fe­rer so­fort zu be­an­stan­den, even­tu­ell ist die Ab­nah­me zu ver­wei­gern und ei­ne so­for­ti­ge Scha­dens­auf­nah­me zu be­an­tra­gen. Al­le an­ge­ge­be­nen Füll­ge­wich­te und Ma­ße un­ter­lie­gen fa­bri­ka­ti­ons­tech­ni­schen To­le­ran­zen. Preis­än­de­run­gen be­hal­ten wir uns je­der­zeit oh­ne An­kün­di­gung vor. Än­de­run­gen in Ma­te­ri­al und Ver­ar­bei­tung blei­ben vor­be­hal­ten.

 

  • 3 Ge­richts­stand

Ge­richts­stand ist der Sitz der für den Ver­käu­fer zu­stän­di­ge Ge­richt: 77704 Ober­kirch oder die zu­stän­di­ge Fach- oder Kar­tell­orga­ni­sa­ti­on (Stutt­gart).

 

  • 4 Ver­trags­in­halt
  1. Die Lie­fe­rung der Wa­re er­folgt zu be­stimm­ten Ter­mi­nen (ei­ne be­stimm­te Ka­len­der­wo­che). Al­le Ver­käu­fe wer­den nur zu be­stimm­ten Men­gen, Ar­ti­keln, Qua­li­tä­ten und fes­ten Prei­sen ab­ge­schlos­sen. Hier­an sind bei­de Par­tei­en ge­bun­den.

 

  • 5 Un­ter­bre­chung der Lie­fe­rung
  1. Bei hö­he­rer Ge­walt und sons­ti­gen un­ver­schul­de­ten Be­triebs­stö­run­gen, die län­ger als ei­ne Wo­che ge­dau­ert ha­ben oder vor­aus­sicht­lich dau­ern, wird die Lieferungs- bzw. Ab­nah­me­frist oh­ne Wei­te­res um die Dau­er der Be­hin­de­rung, längs­tens je­doch um 5 Wo­chen, ver­län­gert. Die Ver­län­ge­rung tritt nur ein, wenn der an­de­ren Par­tei un­ver­züg­lich Kennt­nis von dem Grund der Be­hin­de­rung ge­ge­ben wird, so­bald zu über­se­hen ist, dass die Lieferungs- bzw. Ab­nah­me­frist nicht ein­ge­hal­ten wer­den kann.
  2. Ist die Lie­fe­rung bzw. Ab­nah­me in den in Ziff. 1 ge­nann­ten Fäl­len nicht in­ner­halb der ver­län­ger­ten Lieferungs- bzw. Ab­nah­me­frist er­folgt, kann die an­de­re Ver­trags­par­tei nach Ab­lauf ei­ner zu set­zen­den Nach­frist von 12 Ka­len­der­ta­gen vom Ver­trag zu­rück­tre­ten.
  3. Scha­dens­er­satz­an­sprü­che sind in den Fäl­len von Ziff. 1 aus­ge­schlos­sen, wenn die je­wei­li­ge Ver­trags­par­tei ih­rer Ob­lie­gen­heit gem. Ziff. 1 ge­nügt hat.

 

  • 6 Nach­lie­fe­rungs­frist
  1. Nach Ab­lauf der Lie­fer­frist wird oh­ne Er­klä­rung ei­ne Nach­lie­fe­rungs­frist von 12 Ka­len­der­ta­gen in Lauf ge­setzt. Nach Ab­lauf die­ser Frist kann der Käu­fer durch schrift­li­che Er­klä­rung vom Ver­trag zu­rück­tre­ten. Will der Käu­fer Scha­dens­er­satz statt der Leis­tung be­an­spru­chen, muss er dem Ver­käu­fer nach Ab­lauf der ver­ein­bar­ten Lie­fer­frist schrift­lich ei­ne 4-Wochenfrist set­zen.
  2. Für ver­sand­fer­ti­ge La­ger­wa­re und NOS-Ware – „Never-out-of-Stock“ – be­trägt die Nach­lie­fe­rungs­frist 5 Werk­ta­ge. Bei Nicht­lie­fe­rung ist der Käu­fer un­ver­züg­lich zu in­for­mie­ren. Im Üb­ri­gen gel­ten die Be­stim­mun­gen der Ziff. 1.
  3. Vor Ab­lauf der Nach­lie­fe­rungs­frist sind An­sprü­che des Käu­fers we­gen ver­spä­te­ter Lie­fe­rung aus­ge­schlos­sen, so­weit § 8 Ziff. 2 und 3 kei­ne An­wen­dung fin­den.

 

  • 7 Män­gel­rü­ge
  1. Män­gel­rü­gen sind bei of­fe­nen Män­geln un­ver­züg­lich nach Emp­fang der Wa­re an den Ver­käu­fer ab­zu­sen­den. Ver­steck­te Män­gel hat der Käu­fer un­ver­züg­lich nach de­ren Ent­de­ckung ge­gen­über dem Ver­käu­fer zu rü­gen.
  2. Ge­rin­ge, tech­nisch nicht ver­meid­ba­re Ab­wei­chun­gen der Qua­li­tät, der Far­be, des Ge­wichts, der Aus­rüs­tung dür­fen nicht be­an­stan­det wer­den. Dies gilt auch für han­dels­üb­li­che Ab­wei­chun­gen.
  3. Bei be­rech­tig­ten Rü­gen of­fe­ner Män­gel hat der Käu­fer nach Wahl des Ver­käu­fers das Recht auf Nach­bes­se­rung oder Lie­fe­rung man­gel­frei­er Er­satz­wa­re in­ner­halb von 12 Ka­len­der­ta­gen nach Rück­emp­fang der Wa­re. In die­sem Fall trägt der Ver­käu­fer die Fracht­kos­ten. Ist die Nach­er­fül­lung fehl­ge­schla­gen, hat der Käu­fer nur das Recht, den Kauf­preis zu min­dern oder vom Ver­trag zu­rück­zu­tre­ten, so­fern nicht § 8 Ziff. 2 und 3 An­wen­dung fin­den.
  4. Im Fal­le ei­nes ver­steck­ten Man­gels hat der Käu­fer nur das Recht, den Kauf­preis zu min­dern oder vom Ver­trag zu­rück­zu­tre­ten, so­fern nicht § 8 Ziff. 2 und 3 An­wen­dung fin­den.
  5. Ist die Män­gel­rü­ge nicht frist­ge­recht er­folgt, gilt die Wa­re als ge­neh­migt.

 

  • 8 Scha­dens­er­satz
  1. Scha­dens­er­satz­an­sprü­che des Käu­fers sind aus­ge­schlos­sen, so­fern in die­sen Be­din­gun­gen nichts Ab­wei­chen­des ge­re­gelt ist.
  2. Der Aus­schluss in Ziff. 1 gilt nicht, so­weit ei­ne Haf­tung nach dem Pro­dukt­haf­tungs­ge­setz, bei Vor­satz, gro­ber Fahr­läs­sig­keit von In­ha­bern, ge­setz­li­chen Ver­tre­tern und lei­ten­den An­ge­stell­ten, bei Arg­list, bei Nicht­ein­hal­tung ei­ner über­nom­me­nen Ga­ran­tie, bei der schuld­haf­ten Ver­let­zung des Le­bens, des Kör­pers oder der Ge­sund­heit oder bei der schuld­haf­ten Ver­let­zung we­sent­li­cher Ver­trags­pflich­ten be­steht; we­sent­li­che Ver­trags­pflich­ten sind sol­che, de­ren Er­fül­lung den Ver­trag prä­gen und auf die der Käu­fer ver­trau­en darf. Ein Scha­dens­er­satz­an­spruch we­gen Ver­let­zung we­sent­li­cher Ver­trags­pflich­ten ist je­doch auf den ver­trags­ty­pi­schen und vor­her­seh­ba­ren Scha­den be­grenzt, so­weit kein an­de­rer in Satz 1 ge­nann­ter Fall vor­liegt.
  3. Ei­ne Än­de­rung der Be­weis­last zum Nach­teil des Käu­fers ist mit den vor­ste­hen­den Re­ge­lun­gen nicht ver­bun­den.

 

  • 9 Zah­lung
  1. Die Rech­nung wird zum Ta­ge der Lie­fe­rung bzw. der Be­reit­stel­lung der Wa­re aus­ge­stellt. Ein Hin­aus­schie­ben der Fäl­lig­keit (Va­lu­tie­rung) ist grund­sätz­lich aus­ge­schlos­sen.

 

  • 10 Zah­lung nach Fäl­lig­keit
  1. Bei Zah­lun­gen nach Fäl­lig­keit wer­den Zin­sen von 9 Pro­zent­punk­ten über dem je­wei­li­gen Ba­sis­zins­satz im Sin­ne von § 247 BGB be­rech­net. Im Üb­ri­gen fin­det § 288 BGB An­wen­dung.
  2. Vor voll­stän­di­ger Zah­lung fäl­li­ger Rech­nungs­be­trä­ge ein­schließ­lich Zin­sen ist der Ver­käu­fer zu kei­ner wei­te­ren Lie­fe­rung aus lau­fen­den Lie­fer­ver­trä­gen ver­pflich­tet. Die Gel­tend­ma­chung ei­nes Ver­zugs­scha­dens bleibt vor­be­hal­ten.
  3. Bei we­sent­li­cher Ver­schlech­te­rung der Ver­mö­gens­ver­hält­nis­se, wie z. B. dro­hen­der Zah­lungs­un­fä­hig­keit oder Zah­lungs­ver­zug, kann der Ver­käu­fer bei al­len Lie­fer­ver­trä­gen, die auf dem­sel­ben recht­li­chen Ver­hält­nis be­ru­hen, die ihm ob­lie­gen­de Leis­tung ver­wei­gern oder nach Set­zung ei­ner Nach­frist von 12 Ka­len­der­ta­gen von die­sen Lie­fer­ver­trä­gen zu­rück­tre­ten. Im Üb­ri­gen gilt § 321 BGB. § 119 In­sO bleibt un­be­rührt.

 

  • 11 Auf­rech­nung und Zu­rück­be­hal­tung

Die Auf­rech­nung und Zu­rück­be­hal­tung fäl­li­ger Rech­nungs­be­trä­ge ist nur mit un­be­strit­te­nen oder rechts­kräf­tig fest­ge­stell­ten For­de­run­gen zu­läs­sig, so­weit es sich da­bei nicht um Scha­dens­er­satz­an­sprü­che han­delt, die in en­gem Zu­sam­men­hang zum An­spruch des Käu­fers auf man­gel­freie Ver­trags­er­fül­lung ste­hen.

 

  • 12 Ei­gen­tums­vor­be­halt
  1. Die Wa­re bleibt bis zur voll­stän­di­gen Be­zah­lung sämt­li­cher For­de­run­gen aus Wa­ren­lie­fe­run­gen aus der ge­sam­ten Ge­schäfts­ver­bin­dung, ein­schließ­lich Ne­ben­for­de­run­gen, Scha­dens­er­satz­an­sprü­chen und Ein­lö­sun­gen von Schecks und Wech­seln, Ei­gen­tum des Ver­käu­fers. Der Ei­gen­tums­vor­be­halt bleibt auch dann be­stehen, wenn ein­zel­ne For­de­run­gen des Ver­käu­fers in ei­ne lau­fen­de Rech­nung auf­ge­nom­men wer­den und der Sal­do ge­zo­gen und an­er­kannt wird.
  2. So­fern in die Ge­schäfts­ab­wick­lung zwi­schen Ver­käu­fer und Käu­fer ei­ne zen­tral­re­gu­lie­ren­de Stel­le ein­ge­schal­tet ist, die das Delk­re­de­re über­nimmt, über­trägt der Ver­käu­fer das Ei­gen­tum bei Ver­sen­dung der Wa­re an die zen­tral­re­gu­lie­ren­de Stel­le mit der auf­schie­ben­den Be­din­gung der Zah­lung des Kauf­prei­ses durch den Zen­tral­re­gu­lie­rer. Der Käu­fer wird erst mit Zah­lung durch den Zen­tral­re­gu­lie­rer frei.
  3. Ver­pfän­dung oder Si­che­rungs­über­eig­nung der Vor­be­halts­wa­re bzw. der ab­ge­tre­te­nen For­de­run­gen sind un­zu­läs­sig. Von Pfän­dun­gen ist der Ver­käu­fer un­ter An­ga­be des Pfän­dungs­gläu­bi­gers so­fort zu un­ter­rich­ten.
  4. Nimmt der Ver­käu­fer in Aus­übung sei­nes Ei­gen­tums­vor­be­halts­rechts den Lie­fer­ge­gen­stand zu­rück, so liegt dar­in nicht au­to­ma­tisch ein Rück­tritt vom Ver­trag vor. Der Ver­käu­fer kann sich aus der zu­rück­ge­nom­me­nen Vor­be­halts­wa­re durch frei­hän­di­gen Ver­kauf be­frie­di­gen.
  5. Sämt­li­che For­de­run­gen so­wie Rech­te aus dem Ei­gen­tums­vor­be­halt an al­len in die­sen Be­din­gun­gen fest­ge­leg­ten Son­der­for­men blei­ben bis zur voll­stän­di­gen Frei­stel­lung aus Even­tu­al­ver­bind­lich­kei­ten (Scheck-Wechsel), die der Ver­käu­fer im In­ter­es­se des Käu­fers ein­ge­gan­gen ist, be­stehen. Dem Käu­fer ist es im Fal­le des Sat­zes 1 grund­sätz­lich ge­stat­tet, Fac­to­ring für sei­ne Au­ßen­stän­de zu be­trei­ben. Er hat je­doch vor Ein­ge­hen von Even­tu­al­ver­bind­lich­kei­ten den Ver­käu­fer dar­über zu in­for­mie­ren.

 

  • 13 An­wend­ba­res Recht

Es gilt das Recht der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land. Das Über­ein­kom­men der Ver­ein­ten Na­tio­nen über Ver­trä­ge über den in­ter­na­tio­na­len Wa­ren­kauf vom 11.04.1980 wird aus­ge­schlos­sen.